30 Jahre Karate Dojo Steinbach

Am Samstag, den 31.08.2013 feiert das Karate Dojo in Steinbach sein 30 jähriges Bestehen beim TuS Steinbach. Der Tag begann schon in der Frühe mit Vorbereitungen der sportlichen Einheiten und der Organisation der Essen und Getränke, die in den Pausen gereicht werden sollen. Um 10 Uhr begrüßte der Abteilungs- und Dojoleiter Bernd Busch aus Ottweiler die wenigen Gäste, die sich zum gemeinsamen Training eingefunden haben. Mit seinen Sportlern aus dem Dojo war es letztendlich doch noch ein schöne Gruppe geworden. Insbesondere begrüßte er seine „alten Kameraden“ Michael Glaser 5. Dan aus dem Dojo Quierschied. Dieser entsprach kurzentschlossen der Bitte von Bernd Busch die erste Trainingseinheit, Karate-Basics, zu übernehmen. In diesen ersten 60 Minuten vermittelte Michael den Trainierenden die Details, auf die man im Training besonders achten muss. In der Ansprache verglich Bernd diese Basics als Fundament eines Hauses, welches sehr hoch werden kann, je stabiler und größer das Fundament ist. Im Training wurde dann gezeigt, geübt, korrigiert und mit Spaß bei der Sache sich angestrengt. Die Trainer Thomas und Tobias Steffen sowie Christian Kessler, alle 2. Dan und der Dojoleiter selbst, 3. Dan, gingen durch die Reihen und gaben Hilfestellung und korrigierten die kleinen Fehler.
Nach einer kurzen Pause folgte eine Trainingseinheit die von dem Trainer und Dojoleiter selbst geleitet wurde. Thema war der Kubotan oder auch Palmstick genannt. Dieser kleine Schlüsselanhänger, welcher sich sehr gut zur Selbstverteidigung eignet, ließ die Teilnehmer staunen, wie man mit sehr wenig Krafteinsatz einem vermeintlichen Angreifer heftigste Schmerzen zufügen kann. Zu dieser Einheit sind extra die beiden Sportler der Kampfschule „Chung Kuo Chuan Chinese Boxing Street Combat Survival“ Peter Honig und Shifu Thomas Therre angereist um sich einmal anzuschauen, wie im traditionellen Karate dieser Schlüsselanhänger gehändelt wird und wie ein solches Training aussieht. Ebenso früher betraten die beiden Trainer des Polizeisportvereins Saar Abt. Neunkirchen die Halle um sich dieses Spezialtraining anzuschauen. Im Anschluss an den Kurzlehrgang konnten die Karateleute um Bernd Busch und der Trainer selbst
von den Fachleuten der Selbstverteidigung ein großes Lob einstecken. Gezeigt und geübt wurden einfache Verteidigungstechniken und Zieltraining, damit der Kubotan auch effektiv an- und eingesetzt werden kann. Normalerweise ist Karate eine Kampfkunst ohne Hilfsmittel, aber in der heutigen Zeit werden auch die Angebote im Karate erweitert.
In der Mittagspause reichte das Karatedojo seinen Gästen kostenfrei Kaffee, Kuchen, Salate, Würstchen und Brot, sowie frische Bretzeln zur Stärkung. Natürlich ist es nicht üblich, alles kostenfrei zu reichen, aber in Steinbach ist vieles anders als sonst.
Die folgende Einheit wurde von dem Polizeisportvereins Saar Abt. Neunkirchen und deren beiden Trainer Dieter Winkel 2. Dan und Uwe Wandernoth 3. Dan durchgeführt. Die beiden Spezialisten im Umgang mit dem Kurzstock zeigten sehr kurzweilig was ein solcher kurzer Stock oder im Tausch vielleicht auch ein Regenschirm alles für uns als Hilfsmittel der Selbstverteidigung tun kann. Nach einer kleinen Gewöhnungsphase an den Stock mit verschiedenen Übungen kam Uwe gleich zum Thema. Immer mit einem Partner wurden zuerst einfache und später diffizilere Techniken geübt. Besonders den jüngeren Teilnehmer machte das Hantieren mit dem Stock richtigen Spaß und die Oberstufe der Karateabteilung konnte sich so richtig auspowern. Alles samt ein sehr runde Sache und sehr gekonnt von den beiden Spezialisten vermittelt.
Nach einer kurzen Pause ging es gleich weiter mit einem weiteren Karatespezifischen Thema. Imaginärer Kampf gegen ein oder mehrere Gegner = Kata. Nach seiner Ansage der Trainingseinheit zeigte der Dojoleiter Busch wie die Kata Wankan in Gänze dargeboten wird. Dann übernahmen die Zwillinge Thomas und Tobias das Geschehen und üben langsam den Ablauf der Kata Wankan mit den Teilnehmern ein. Da die Kata kurz ist blieb auch noch Zeit auf die Bunkai, die Erklärungen der Techniken am Partner, einzugehen. Es war für alle ein besonderes Highlight, da diese Kata erst von sehr hohen Schwarzgurten geübt wird.
Diese vier Themen rundeten den sportlichen Teil des Jubiläums ab und nun folgte ein offizieller Festakt. Der Abteilungsleiter Bernd Busch begrüßte zu Beginn den Schirmherren der Veranstaltung
Bürgermeister der Stadt Ottweiler Holger Schäfer, den Verbandspräsidenten des saarländischen Karateverbandes Stefan Louis, den 1. Beigeordneten der Stadt Ottweiler Dr. Wolfgang Brück, die 1. Vorsitzende des geschäftsführenden Vorstandes des TuS Steinbach Melitta Daschner und viele weitere Anwesende. Sodann übergab er das Wort an den Schirmherren. Dieser lobte den Verein für seine Arbeit auf allen Ebenen, von der Jugendarbeit bis hin zur Zusammenarbeit mit seinen Behörden. Ihm folgend sprachen dann der Präsident der SKV Stefan Louis und die Gäste, die dem Dojo zu ehren kamen um ihm Respekt und Anerkennung zu zollen. Die 1. Vorsitzende des TuS Steinbach Melitta Daschner nahm noch einige Ehrungen vor. So wurden die Trainer Christian Kessler, Thomas und Tobias Steffen für ihre Engagement und sportlichen Leistungen mit der Silbernadel und Urkunde geehrt. Ebenso für ihre sportliche Leistung bekam Adriana Reimsbach aus Losheim am See diese Ehrennadel. Wolfgang Schaly wurde für seine wegweisende Modernisierung der Kassenführung und sein ehrenamtliches Engagement im Verein geehrt.
Während diesem Teil der Jubiläumsveranstaltung lud das Dojo Steinbach all seine Gäste zu einem Sektempfang ein. Mit vielen Fachgesprächen oder auch nur Smalltalks endete dieses Jubiläum in der Mehrzweckhalle zu Steinbach. Nach dem Abbau und Reinigung der genutzten Räumlichkeiten zogen sich die Karatesportler des TuS Steinbach zu einer internen Party in den Jugendclub 69 Steinbach zurück wo man sich selbst ein wenig feierte.

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